Und wieder bin ich nicht genug.
Und wieder bin ich zu viel.
Ich soll für mich einstehen, sagt die Therapeutin. Ich wage einen Versuch, bitte um das absolute Minimum und werde aussortiert.
Schon okay. Bin’s gewöhnt.
Ich bin zu anders. Muss ich schon verstehen, dass das für andere schwierig ist.
Klar doch. Ich verstehe alles. Nehme mich selbst nicht zu ernst, damit ihr’s auch nicht müsst. Beleidige mich selbst, damit ihr’s nicht könnt. Lächle, maskiere, funktioniere, damit meine Existenz für euch nicht zu anstrengend ist.
Und dann ist da sie. Die mich nimmt, wie ich bin. Als Mich, Als Uns, als Mann, als Mensch.
Und mir fällt’s wieder ein.
Ich muss nicht in eure Welt passen. Ich habe längst meine eigene.

